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Hufe2. Mai 2026 · 5 Min. Lesezeit

Hufpflege: saisonaler Leitfaden für Frühling und Sommer

Im Frühling und Sommer trocknet der Huf aus und reißt. Wie man ihn mit den richtigen Produkten für jeden Bodentyp und jeden Beschlag nährt, befeuchtet und schützt.

Die Herausforderungen für den Huf im Frühling und Sommer

Mit Beginn der warmen Jahreszeit wechselt der Boden zwischen morgendlicher Feuchtigkeit und nachmittäglicher Trockenheit und stellt die Hornstruktur des Hufs auf eine harte Probe. Temperaturschwankungen beschleunigen den Wasserverlust aus der Hufwand und machen sie brüchiger und anfälliger für Risse, Abschilferungen und Ablösungen der weißen Linie.

Anders als im Winter — wo überschüssige Feuchtigkeit der Hauptfeind ist — ist in den heißen Monaten die Austrocknung das größte Problem. Ein trockener Huf verliert an Elastizität, wird starr und federt Mikrostöße auf hartem Boden schlechter ab. Das Ergebnis ist ein Pferd, das auf einer geschwächten Struktur arbeitet, mit Risiken für das darunterliegende Gewebe.

Befeuchtung: wann, wie und womit

Der erste Schritt ist die Unterscheidung zwischen oberflächlicher und struktureller Befeuchtung. Die oberflächliche Befeuchtung (Öle, Wachse, Salben) bildet eine Schutzbarriere, dringt aber nicht in die Tiefe ein. Die strukturelle Befeuchtung erfordert Mineralien, die mit den Proteinen des Hornkeratins interagieren.

Der Ton aus Nocera Umbra wirkt dank seiner Zusammensetzung aus Kieselsäure, Tonerde und Spurenmineralien durch Osmose: Er gleicht das Feuchtigkeitsgefälle zwischen dem Gewebe und der äußeren Umgebung aus, gibt Mineralien ab und hält das Zellwasser zurück. Auf den Kronrand des Hufs und den unteren Teil des Röhrbeins aufgetragen, regt er die Bildung von kompakterem und besser befeuchtetem Keratin an.

Empfohlene SommerroutineTragen Sie ArgiShine in den heißesten Phasen alle 48–72 Stunden auf den Kronrand und die Hufwand auf. Spülen Sie den Huf nach Einheiten auf sandigem Boden vor dem Auftragen mit frischem Wasser ab.

Das Pflegeprogramm nach Bodentyp

Nicht jeder Boden belastet den Huf auf dieselbe Weise. Auf feinem Sand und trockenem Boden nutzt sich die Wand weniger ab, trocknet aber schneller aus. Auf gemischtem steinigem Boden besteht die Herausforderung in der Stoßfestigkeit. Auf taunassem Morgengras besteht das Risiko einer Aufweichung der Sohle.

  • Trockener sandiger Boden: intensive Befeuchtung alle 48 h, Fokus auf den Kronrand
  • Paddocks mit Kies oder Splitt: Schutz der Sohle, Ergänzung mit Mineralien
  • Weiden mit Morgentau: vor dem Auftragen jedes Produkts trocknen, die weiße Linie überwachen
  • Reithalle auf feinem Sand: standardmäßige Pflegeroutine 2–3 Mal pro Woche

Beschlagener Huf vs. natürlicher Huf im Sommer

Das Eisen isoliert einen Teil der Wand von der natürlichen Stimulation und kann die Wärme auf bestimmte Bereiche konzentrieren. Im Sommer profitieren beschlagene Pferde von einer Tonpackung, die direkt nach der Arbeit vom Kronrand bis zur Mitte des Röhrbeins aufgetragen wird: Die wärmeregulierende und mineralisierende Wirkung gleicht die durch das Eisen auferlegten Einschränkungen aus.

Barhufpferde hingegen müssen mit variableren Untergründen zurechtkommen. Ihre Wand ist im Allgemeinen dichter und eigenständiger, benötigt aber dennoch Aufmerksamkeit in längeren Trockenperioden. Für mehr zum Barhufmanagement lesen Sie unseren ausführlichen Leitfaden zu Barhufpferden.

WarnsignaleSenkrechte Risse in der Wand von über 2 cm, sichtbare Ablösung der weißen Linie, eine Sohle, die dem Fingerdruck nachgibt, anhaltende Wärme am Kronrand: Das sind Anzeichen, die Sie dem Hufschmied oder dem Tierarzt melden sollten, bevor Sie das Training fortsetzen.

Die monatliche Kontrollroutine

Unabhängig vom Beschlag ist es sinnvoll, jeden Monat eine strukturelle Kontrolle des Hufs durchzuführen: Hufwinkel, mediolaterale Balance, Zustand der Sohle und des Strahls. Fotografieren Sie die Hufe alle 30 Tage bei gleichem Licht und aus demselben Winkel: Saisonale Veränderungen werden sofort sichtbar und Sie können eingreifen, bevor daraus Probleme werden.

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